Weidmannheil liebe Jagdkameraden,

ich habe heute die nachfolgende Email von Herrn Marcus Fähndrich erhalten, in der er uns Eiderstedter Jäger um Mitarbeit bei dem Projekt „Feldhase 2017“ bittet.

Ich bitte euch um Mithilfe, diese Information in den Hegeringen weiterzuleiten und insbesondere bei den Jagdausübungsberechtigten Interesse an der Mitarbeit zu wecken.

Wir sollten ferner einen Ansprechpartner aus der Kreisjägerschaft Eiderstedt an Herrn Fähndrich melden, bei dem alle Informationen zusammenlaufen.

Ich habe da als erstes an unseren Obmann für Jagd- und Wildschutz, Gunter Ahrend gedacht.

Sollten sich noch weitere Jäger als Ansprechpartner Interessieren, so bitte ich um kurzfristige Rückmeldung an mich, damit ich Herrn Fähndrich einen oder 2 Jäger als  Ansprechpartner nennen kann.

Wir werden die Email/ den Aufruf von Herrn Fähndrich ebenfalls auf der Internetseite der Kreisjägerschaft Eiderstedt e.V. veröffentlichen, damit jeder Jäger die Daten etc. dort nachlesen kann.

Für weitere Anregungen in dieser Angelegenheit wäre ich euch sehr dankbar.


Mit freundlichen Grüssen und Weidmannsheil
Bodo Laubenstein

Schriftführer KJS Eiderstedt e.V.

 

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Sehr geehrter Herr Laubenstein,

mein Name ist Marcus Fähndrich und ich bin Tierarzt am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an der Außenstelle in Büsum.

Die Jägerschaft in Schleswig-Holstein beobachtet seit einiger Zeit eine Zunahme von erkrankten und verstorbenen Feldhasen. Deshalb haben wir, das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an der Außenstelle Büsum, in Kooperation mit dem „Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein (WTK)“ der Universität Kiel sowie dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV-SH) im Jahr 2016 begonnen, Feldhasen auf Infektionskrankheiten zu untersuchen.

In drei Referenzrevieren (Untersuchungsgebiete) wurden zusammen mit den örtlichen Jagdausübungsberechtigten jeweils 20 zufällig ausgewählte Feldhasen der Jagdstrecke entnommen und am ITAW ausführlich obduziert und beprobt. Dieses Projekt könnte zukünftig - auf der Grundlage einer flächendeckenden Stichprobennahme in den WTK - Jagdbezirken und nach Abgleich mit der WTK-Datenbank zur weiteren Entwicklung von Maßnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes und der Lebensmittelsicherheit von in Schleswig-Holstein gewonnenem Wildbret genutzt werden. Außerdem sollen möglichst auch praktische Hinweise auf Maßnahmen in den Revieren zur Sicherung und Stärkung der Feldhasengesundheit gegeben werden. Die Resultate werden gemeinsam mit dem LJV-SH und dem WTK bewertet und weitere Untersuchungsstrategien bzw. Vorsorgemaßnahmen entwickelt.

Daher arbeiten wir auch 2017 an diesem Projekt weiter. Dies würde jedoch ohne die Unterstützung der lokalen Jägerschaft nur schwer möglich sein, da Sie als aktive Jäger (LJV SH) die idealen Partner sind, um Untersuchungsmaterial zu sammeln und Ihre revierspezifischen Erfahrungen einzubringen. Deshalb bitten wir erneut um Ihre Mithilfe!

Ich bin am ITAW seit 2017 für das Projekt und die Untersuchung der eingesandten Hasen zuständig und arbeite in dieser Sache zusammen mit Herrn Dr. Ulrich Fehlberg (WTK) und Frau Prof. Ursula Siebert (ITAW).

In diesem Jahr interessieren uns– neben den als „gesund“ erlegten Hasen aus den Stichprobenrevieren - v.a. verstorbene Feldhasen aus den Sommermonaten. Ich bitte die Jägerschaft Eiderstedtdaher, tot aufgefundene Feldhasen („Fallwild allgemein“) oder eventuell als „erkennbar krank“ erlegte Feldhasen (Hegeabschüsse) zu sammeln und uns in einem solchen Fall telefonisch (+49 511 856 8154) oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) zu kontaktieren. Diese Tiere werden wir dann schnellstmöglich abholen und bitten Sie, diese bis dahin möglichst kühl einzulagern. Soweit eine unverzügliche Abholung aus logistischen Gründen nicht möglich ist, wollen wir eine gesammelte Abholung tiefgefrorener Tiere durchführen.

Diesen Aufruf werden wir ebenfalls im September-Heft des „SH-Jägers“ in ganz Schleswig-Holstein veröffentlichen. Wir haben jedoch besonderes Interesse an Fallwild aus Eiderstedt, deren Kreisjägerschaft Sie mit vorstehen. Aus diesem Grund möchte ich Sie hiermit gesondert informieren und hoffe, dass Sie diesen Aufruf auch an Ihre Jägerschaft weitergeben.

Über Ihre Mithilfe in diesem Projekt würden wir uns sehr freuen. Wir hoffen, dadurch einen besseren  Einblick in die Todesursachen von den in den Sommermonaten versterbenden Feldhasen zu erhalten.

Für Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert

Dr. Ulrich Fehlberg

Tierarzt Marcus Fähndrich

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Marcus Fähndrich

Veterinarian

Institute for Terrestrial and Aquatic Wildlife Research (ITAW)

University of Veterinary Medicine Hannover, Foundation

Werftstr. 6 / 25761 Büsum / Germany

Phone: +49 511 856 8154

Fax: +49 511 856 8154

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http://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-terrestrische-und-aquatische-wildtierforschung/